Ohne Ivona geht es für die BDSL-Damen zu den Vienna Timberwolves, wo mit einem Sieg die theoretische Chance aufrecht erhalten bleiben soll im Endklassement Rang 3 zu erreichen und somit einem Halbfinale gegen die unschlagbaren Duchess auszuweichen.
Zule gewinnt den TipOff und verwertet die erste Offense selbst aus der Mitteldistanz. Beide Teams stolpern in die Partie hinein, recht viele gelungene Aktionen sind auf beiden Seiten nicht zu sehen. Mitte des Viertels sind es Boruta und Orekhova mit Distanztreffern, die das Heimteam aus dem Schlaf erweckt, die Welserinnen hingegeben rasten sich noch ein wenig aus. Ehe Tabea und 1x Sophia von der Linie treffen steht es bereits 15:8 für die Wölfinnen.
Weiter werden vermeintlich leichte Punkte vergeben, Kronfuß mit einem weiteren Dreier, Emma setzt sich trotz Foul durch, aber der Freiwurf geht daneben und der nächste Distanztreffer der Wölfinnen schlägt ein. Kronfuß für 5, Kenens stellt auf 28:13. Bei den Welserinnen will nicht viel gelingen, Fatou nimmt sich ein Herz und stoppt den run. Auch von der Linie will nichts rein, aber Sophia per Tipin erfolgreich. Die Kuranovic-Girls finden nun einen Rhythmus und scoren regelmäßig, Orekhova trotz guter Verteidigung aus der Entfernung. Emma verkürzt weiter und ein auf- und ausgezeichnetes Play wird per Sirene mit einem Dreier abgeschlossen. Der DBB ist wieder da – 35:28 zur Pause,
In dieser wird vor allem in der Defense nachgeschärft, auch wenn das in der ersten Offense mit Kronfuß‘ nächstem Dreipunkter noch nicht sichtbar ist. In den nächsten 7 Minuten beißen sich die Wölfinnen an der Welser Verteidigung aber die Zähne aus, kein Pünktchen kann erzielt werden während das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit bei den DBB-Damen zurückkehrt. Längst haben sie die Führung übernommen als Kunert den Welser Lauf beendet. Im Gleichschritt geht es Richtung letzte Pause, das Momentum ist jetzt klar auf Seiten der Gäste.
Sophia mit dem Hatrick: 3er, 2er, 2FT – und noch ein Korbleger hinterher… mit den 9 Punkten sorgt sie im Alleingang für einen ruhigeren Puls ihres Trainervaters. Emma zieht mit 5pts nach, Dumancic 2x aus der Distanz, aber erneut Sophia auf +7, Fatou stellt den dank des Spielverlaufs dann doch emotionalen 63:55 Sieg her.
Dank starker Defense in der 2. Halbzeit in der man den Wolves je nur 10pts pro Viertel vergönnte darf man sich auf das „Finalspiel“ gegen die Duchess freuen, wo man mit einer Sensation (oder einer solchen in der Posthalle) dem Halbfinale gegen dieselben entgegnen könnte.
Damir Kuranovic:
Wir haben uns in er ersten Halbzeit auf beiden Seiten des Spielfeldes schwer getan und nicht richtig ins Spiel gefunden. Erst durch die Umstellung in der Verteidigung und die erhöhte Intensität sind wir auch in der Offense effektiver geworden und konnten das Spiel noch zu unseren Gunsten drehen. Gratulation an meine Mannschaft zu diesem tollen Sieg.
Emma Stockinger:
Wir sind zwar etwas holprig ins Spiel gestartet, aber unsere Defense war über das ganze Spiel hinweg sehr stark. Wir haben konstant Druck gemacht und uns viele Stops erarbeitet. Mit der Zeit sind dann auch vorne die Würfe gefallen und so konnten wir das Spiel am Ende für uns entscheiden.
Nachwuchs-News:
Off-Weekend für die DBB Mc Donald’s Basketgirls wU19, aber die DBB UNIQA Basketgirls zeigten gegen die Traiskirchen Lionesses 2 Gesichter. 5 Minuten lang gelang nichts, aber auch gar nichts, nach dem 0:10 folgte aber ein 41:8 bis zur Pause ehe man die Partie mit 87:41 locker nach Hause spielte. Auf ein knappes Spiel eingestellt waren die Staplerprofi Basketgirls wU14 am Weg nach Klosterneuburg, da denen aber die 2,3 Topspielerinnen fehlten, war der 72:37 Sieg nicht die erhoffte Challenge. In der Tabelle scheinen sich die Basketgirls auf Rang 4 einzementiert zu haben und werden im Viertelfinale wohl jenes Team nehmen müssen, welches sonst niemand picken will – und da ist wohl Klosterneuburg ein heißer Tip – vielleicht sieht man sich ja bald wieder.