Sieg im letzten Viertel verschenkt

Es war angerichtet für die Revanche gegen die Flames, viele Fans in der Halle machen tolle Stimmung. Der erste Rückschlag aber bereits vor dem Spiel: Pointguard Fatou erlitt im Training einen komplizierten Bruch des kleinen Fingers und wurde bereits von unserer Vertrauensärztin und Handspezialistin Dr. Doris Felbermayr-Kurtev erfolgreich operiert. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Betreuung liebe Doris.

Das Spiel selbst ist anfangs von erfolgreicher Verteidigung auf beiden Seiten geprägt, Ivo mit dem ersten Punkten im Spiel, Ganhör antwortet rasch. Die Flames mit 3 Scores in Führung, Emma gleicht 1,5 Minuten vor dem Viertelende zum 8:8 aus. Jurhar mit 5 Punkten in Folge, Tabea mit dem Buzzer-Dreier zum Low-Score-Ergebnis von 11:13. Ivo und Sophia bringen uns die Führung, Tabea mit dem nächsten erfolgreichen Distanzwurf, Sophia macht es ihr aus gut 8m mit Ablauf der Shotclock nach: 22:16 für die Welserinnen. Lindner und Jurhar inside stark und effizient, bringen die Wienerinnen wieder in Führung. Gloria mit einem Dreier zum Anschlusspunkt 25:26, von der Linie werfen sich die Teams zum Halbzeitstand von 29:31.

Tolles Anspiel auf Zule, die erfolgreich abschließt, immer wieder Lindner für die Flames – diesmal von Downtown. Die Wienerinnen sind bereits mit 40:33 in Front. Lorena trifft and one und hängt Lindner ihr 4. an, die nun auf die Bank muss. Ohne sie starten die Welserinnen nun durch, legen einen 18:4 run auf 52:46 aufs Parkett. Coach Höllerl muss Lindner somit 2 Minuten vor Viertelende trotz 4. Foul wieder einwechseln und sofort läuft der Wiener Motor wieder. Ein taktischer Fehler in der letzten Offense lässt das Spiel aber nun erneut kippen. Statt die Zeit auszuspielen produzieren wir einen Turnover, bekommen einen Fastbreak mit einem and-one. 52:49 nach Q3!

Paulina Kurtev – übrigens die Nicht von Fr. Dr. Felbermayr 😉 – trifft aus der Distanz zum Ausgleich und das Momentum schwappt nun endgültig über. In der Offensive fehlen die Ideen, und defensiv agiert man unglücklich. Als Tabea Lindners 3er beantwortet und erneut aus der Distanz trifft, knapp 3 Minuten vor dem Ende auf -7 verkürzt, kommt nochmals Hoffnung hoch. Aber erneut ist es die immer noch nicht ausgefoulte Lindner, die uns mit einem weiteren Dreipunkter endgültig den Stecker zieht und auf +12 erhöht. Danach ist die Energie weg und die Flames erhöhen noch auf 77:59. 

Ein Ergebnis, dass so nicht zu Stande kommen hätte müssen – 3. Viertel lang war man trotz nicht bester Leistung auf Augenhöhe (16 Führungswechsel belegen die Ausgeglichenheit des Spiels). Der Einbruch im letzten Viertel tut weh, die Erkenntnis mit dem aktuell 2.stärksten Team mehr als nur mitspielen zu können stimmt aber positiv.

Vielen Dank an die zahlreichen Fans, die mit ausschließlich positivem Support ihr eigenes Team angefeuert haben ohne die Gegnerinnen zu verhöhnen, wie es bei Auswärtsspielen heuer nicht erst einmal der Fall gewesen ist. Ihr habt gezeigt, wie Basketballsupport geht, vielleicht kann die Hauptstadt da ja was in der Provinz lernen 🤞.

Damir Kuranovic:

Individuelle Fehler, Unerfahrenheit,  kindische Leichtsinnigkeit waren am Ende spielentscheidend. Wir waren zwar teilweise gut, in manchen Phasen sogar besser, aber am Ende haben die Flames verdient gewonnen weil wir noch zu grün hinter den Ohren sind.

Olivia Rebhahn:

Wir haben stark gekämpft, das Spiel bis ins 3. Viertel offen gehalten und sind mit einer Führung in die letzten 10 Minuten gestartet. Am Ende nutzten die Flames die fehlende Konzentration unsererseits aus und entschieden somit das Spiel für sich.

Nachwuchs-News:

Das Spiel DBB Mc Donald’s Basketgirls wU19 bei den Duchess wurde von unseren Gegnerinnen verschoben, ebenso wie jenes gegen UBSC DBBC Graz, welches für nächsten Sonntag angesetzt war. Die DBB UNIQA Basketgirls hingegen fügten Vienna United die erste Saisonniederlage zu und gewannen zu Hause überraschend deutlich mit 70:53. Die Giants aus Wien waren am Sonntag richtig groß und zeigten gegen die Staplerprofi Basketgirls wU14 eine beherzte Leistung mit vielen erfolgreichen Aktionen, dennoch siegten die Welserinnen, die die Spielzeit auf alle 10 fitten Spielerinnen gleichermaßen aufteilten, ungefährdet mit 76:53.

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