Das „fix eingeplante“ Siege die schwierigsten sind hat sich dieses Wochenende wieder einmal in Wien bewiesen. Gegen die in der Liga noch immer sieglosen Vienna United-Truppe tun sich die Welserinnen von Anfang an schwer, können letztendlich dann aber doch noch mit einem Erfolg die Heimreise antreten.
Die Wienerinnen zeigen von Anfang an, dass sie die Heimpartie nicht kampflos abgeben werden, unsere Mädels hingegen sind mental nicht bereit für ein kampfbetontes Spiel. Zu viele unnötige Turnover und wenig effizientes Offensivspiel lassen in der erste Halbzeit einige graue Haare auf Coach K. Kopf sprießen. Nur einer ambitionierten Defensivleistung ist es zu verdanken, dass United „nur“ mit 22:21 in die Halbzeit (richtig gelesen: Halbzeit!) geht.
Auch die Pausenansprache bringt noch nicht die Wende im Spiel, die Heimischen haben Lunte gerochen und wollen nach knappen Spielen gegen UBSC DBBC Graz, die Flames (vor deren Shoppingtour) und den Timberwolves nicht wieder eine Spitz-auf-Knopf-Partie knapp verlieren. Immerhin 7 Punkte in eben so vielen Minuten gelingen ihnen, Ausbeute DBB: Zero! Nicht nur aus dem Feld, schmerzlicherweise auch von der Freiwurflinie finden die Kuranovic-Five keinen Rhythmus.
Mit der nun drohenden Niederlage vor Augen besinnen sich die Welserinnen aber und erkennen, dass sie den Kampf annehmen müssen – und nun beginnt auch das Offensivspiel zu funktionieren. Oft braucht es nur eine gelungene Aktion und es geht ein Motivationsschub durch das ganze Team – so auch heute: Mit einem 15:0 run übernehmen Ivo & Co. nun die Führung und drehen die Partie. Die Turnover werden spürbar reduziert und das Selbstvertrauen steigt mit jeder Offense. Letztendlich sollten unsere Damen in den letzten 12 Spielminuten mehr Scores erzielen als in den 28 Minuten davor. Da man sich defensiv kaum etwas vorwerfen kann – erstmals hält ein Team ein anderes unter 40 Punkte (Saisonrekord!) – ist auch der 39:51 Arbeitssieg durchaus verdient.
Damir Kuranovic:
Ein ganz wichtiger Sieg für uns, obwohl es lange nicht danach ausgesehen hat. In den wichtigen Momenten haben unsere Schlüsselspielerinnen Verantwortung übernommen und so konnten wir am Ende glücklich aber verdient gewinnen.
Elena Kajic:
Wir sind schlecht ins Spiel gestartet, haben viele Bälle verloren und waren nicht konzentriert, konnten aber durch eine solide Defense das Spiel ausgeglichen halten. Im 4. Viertel haben wir die nötige Energie gefunden um das Spiel für uns zu entscheiden. Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner von Beginn an fokussiert und kampfbereit sein müssen.
Nachwuchs-News:
Ebenfalls keine 30 Punkte ließen die DBB Mc Donald’s Basketgirls wU19 bei den Flames zu. Mit hoher Rotation erspielen sich die Welserinnen einen klaren 62:27 Erfolg. Deutlich knapper endete das Spiel der Staplerprofi Basketgirls wU14 vor heimischem Publikum gegen die Klosterneuburg Duchess. Nach einer doch sehr deutlichen Führung von 19 Punkten nach dem 3. Viertel ließ man zu früh die Zügel locker und weckte die Niederösterreicherinnen, die wegen des Ferienbeginns in NÖ nur zu 7. angereist waren, nochmals zum Leben. Auch Dank der mitgereisten, enthusiastischen Fans überrollten sie die Welserinnen und kamen bis auf 4 Punkte heran – aber diese 4 Punkte retteten die Basketgirls über die Ziellinie: 69:65!
Die DBB Hanniballs wu12 matchten sich am Sonntag wieder gegen die Jungs der FCN worspace Baskets und VKL und schockten die Salzkammergut-Jungs gleich mal mit einer 12:6 Führung. Nach 6 Sechstel siegten die Gäste aber dennoch verdient mit 71:31! Erstmals konnten die Girls VKL unter 80 Punkte halten und erstmals konnten sie selbst mehr als 30 erzielen. Auch gegen die FCN Jungs war das Ziel 30+ – Dank der 36:88 Niederlage gelang auch hier ein Teilerfolg, auch wenn man defensiv noch nicht mithalten kann.
Im Landesverband gab es für die wU14 mit einer stark verjüngten Aufstellung (3 u12 Spielerinnen gaben ihre u14 Premiere) gegen die Steyrer Hexen eine knappe und vor allem wegen des Ausfalls einer weiteren Spielerin schmerzhaften 39:45 Niederlage. Mit aktuell 5 verletzten Spielerinnen heißt es nun einmal Wunden lecken und vor allem „Gips ablegen“. Gute Besserung an alle rekonvaleszenten Girls!